Nachhaltig geniessen
Hof- und Weidetötung: Wenn Wertschätzung auf deinem Teller beginnt
Du sitzt mit Freund:innen beim Abendessen. Auf dem Teller: ein perfekt gebratenes Bio-Steak. Und dazu eine Geschichte, die berührt. Diese Geschichte erzählt von Nähe, Achtsamkeit und Respekt. Denn das Fleisch auf deinem Teller stammt von einem Bio-Hof, wo Tiere in ihrem gewohnten Umfeld sterben dürfen.

Berg- und Alpprodukte: Authentischer Genuss aus der Höhe
Tierhaltung mit Verhantwortung bis zum Schluss – ohne Transportstress. Das nennt sich Hoftötung oder Weidetötung und es verändert leise, aber nachhaltig, wie wir über Fleisch denken. Dass wir uns wieder bewusst machen, woher unser Essen stammt und was es dazu braucht, ein solches Festessen zu geniessen.
Was ist Hof- und Weidetötung?
Statt einem Transport ins Schlachthaus bleibt das Tier auf dem Hof oder auf der Weide. Dort, wo es aufgewachsen ist. Die Betäubung erfolgt möglichst stressfrei, im Beisein des Bauern oder der Bäuerin, welche die Tiere betreut hat. Anschliessend wird das Tier in einem mobilen Schlachtanhänger oder nahegelegenen Partnerbetrieb verarbeitet – gemäss strengen Richtlinien.
Warum macht Hoftötgung resp. Weidetötung so besonders?
- Mehr Tierwohl: Kein Transport, kein fremder Ort – weniger Stress, ein spürbarer Unterschied für Mensch und Tier.
- Mehr Vertrauen: Transparenz vom Hof bis zum Teller. Der Betrieb benötigt eine besondere Bewilligung für die Hoftötung resp. Weidetötung. Die Angebote auf Biomondo stammen von bio-zertifizierten Betrieben.
- Mehr Wert: Wer Tiere bis zum letzten Augenblick begleitet und deren Fleisch direkt vermarktet, denkt ganzheitlich. Das bedeutet mehr Arbeit, aber auch grösste Sorgfalt und ein Sinn für Qualität.
Du willst Fleisch achtsam geniessen?
So findest du Angebote mit Hof- und Weidetötung auf Biomondo
Hof- oder Weidetötung – was ist der Unterschied?
Hof-Tötung (auf dem Hofgelände):
Wir oft auch als Hofschlachtung bezeichnet, was aber eigentlich nicht korrekt ist. Das Tier wird im gewohnten Umfeld auf dem Hof betäubt – meist durch einen Bolzenschuss in einem speziell eingerichteten Bereich. Danach erfolgt unmittelbar die Entblutung. Die eigentliche Schlachtung und Zerlegung findet entweder direkt vor Ort (wenn die Infrastruktur besteht) oder in einem nahegelegenen Schlachtbetrieb statt.
- Zulässig mit Bewilligung gemäss Art. 18 der Tierschutzverordnung (TSchV).
- Nur erlaubt mit speziell geschultem Personal und tierärztlicher Kontrolle.
Weide-Tötung (direkt auf der Weide):
Das Tier wird in freier Umgebung durch einen **Kugelschuss (Fangschuss)** aus kurzer Distanz betäubt – meist mit einem Gewehr. Dies erfordert besonders viel Erfahrung und eine ruhige Umgebung. Nach der Betäubung wird das Tier **vor Ort entblutet** und in einen mobilen Schlachtanhänger oder ein nahes Schlachtlokal gebracht.
- Erlaubt als Ausnahmebewilligung (Art. 21a TSchV).
- Sehr streng reguliert und nur bei entsprechendem Nachweis von Tierschutz, Sachkunde und Logistik.
Als Produzent:in findest du weitere Infos auf bioaktuell.ch
3.12.2025



