Nachhaltig geniessen
Bio-Verpflegung in Kitas & Altersheimen: Beispiele aus der Schweiz
Bio-Essen in Altersheimen, Pflegeheimen und Kitas bezeichnet eine Verpflegung, bei der Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft eingesetzt werden. In der Schweiz zeigt das Label Bio Cuisine von Bio Suisse, welcher Anteil der eingekauften Lebensmittel und Getränke Bio-zertifiziert ist.

Kitas, Alters- und Pflegeheime sowie soziale Institutionen zeigen, dass sich nachhaltige Ernährung auch in der Gemeinschaftsverpflegung erfolgreich umsetzen lässt. Das Label Bio Cuisine von Bio Suisse macht dieses Engagement sichtbar.
Drei Sterne stehen für einen Bio-Anteil von über 90 % am gesamten Einkaufswert von Lebensmitteln und Getränken. Ein Teil davon muss zusätzlich aus Knospe-zertifizierten Produkten stammen.
Bio-Essen für die Kleinsten: Naturkita Chinderland Läbesgarte in Biberist, BE
In der Naturkita Chinderland Läbesgarte in Biberist treffen zwei Generationen aufeinander: Kinder und Bewohner des angrenzenden Läbesgarte. Die Kita wurde 2025 eröffnet und verbindet Naturpädagogik mit generationenübergreifenden Begegnungen. Gemeinsames Singen, Basteln, Vorlesen oder kulinarische Momente gehören zum Alltag.
Auch die Natur spielt eine wichtige Rolle. Die Kinder verbringen täglich Zeit draussen und sammeln dabei vielfältige Sinneserfahrungen. So wird der Kita-Alltag zu einem Ort, an dem Kinder Natur erleben, Neues entdecken und gleichzeitig den Kontakt zu älteren Menschen pflegen können.
Die Naturkita Chinderland Läbesgarte gehört dabei zu den Betrieben mit Bio Cuisine-Auszeichnung: ein Zeichen für einen hohen Bio-Anteil bei der Verpflegung.
Nachhaltige Verpflegung im Altersheim: Stiftung Rüttihubelbad in Walkringen, BE
Auch im Alters- und Pflegeheim geht Bio-Verpflegung. Die Stiftung Rüttihubelbad zeigt, wie das im grossen Massstab funktioniert. Die Küche trägt drei Bio Cuisine-Sterne und bereitet täglich bis zu 350 Menüs für Bewohner:innen, Mitarbeitende und externe Partner:innen zu. Verwendet werden unter anderem Zutaten in Demeter-Qualität aus der eigenen Gärtnerei.
Dabei geht es nicht nur um den Bio-Anteil. Die Küche berücksichtigt unterschiedliche Bedürfnisse und setzt gleichzeitig auf möglichst wenig Lebensmittelverschwendung.
Bild: Alterswohn- und Pflegeheim Rüttihubelbad
Bio als Teil des sozialen Auftrags: Stiftung Fintan in Rheinau, ZH
Bei der Stiftung Fintan in Rheinau gehört die Gastronomie zum sozialen und ökologischen Gesamtkonzept. Die Stiftung verbindet Arbeit, Wohnen, Landwirtschaft und Gemeinschaft und setzt auch bei der Verpflegung auf eine konsequent biologische Ausrichtung. Die Gastronomie wurde bereits früh mit drei Bio Cuisine-Sternen ausgezeichnet.
Hier zeigt sich besonders schön: Bio Cuisine kann mehr sein als eine Auszeichnung für ein Restaurant. Es kann Teil einer ganzen Haltung sein – vom Anbau über die Verarbeitung bis zum gemeinsamen Essen.
Bild: Stiftung Fintan in Rheinau
Bio und Betreuung verbinden: wielandleben in Röthenbach im Emmental, BE
Auch bei wielandleben wird Landwirtschaft mit sozialer Betreuung und Gastronomie verbunden. Auf dem biologisch bewirtschafteten Hof leben Menschen mit Beeinträchtigungen und arbeiten im Hofalltag mit. Die Hofgastronomie ist mit der höchsten Bio Cuisine-Auszeichnung zertifiziert.
Ein grosser Teil der Lebensmittel wird direkt auf dem Hof produziert und verarbeitet. Gemüse, Getreide, Milch und Eier werden so zu Lebensmitteln, die nicht nur biologisch, sondern auch unmittelbar mit ihrem Produktionsort verbunden sind.
Bild: Wielandleben in Röthenbach im Emmental
Für 1- bis 99-jährige: Peppone Catering in Basel, BS
Peppone Catering zählt zu den Pionieren von Bio Cuisine und versorgt Kitas, Schulen sowie Veranstaltungen mit biologisch produzierten Mahlzeiten. Damit wird Bio auch dort zum Thema, wo viele kleine Gäste gemeinsam essen. Auch wer ein Fest, ein Business Lunch oder eine Generalversammlung plant, muss beim Catering nicht auf Bio verzichten.
Bild: Peppone Catering in Basel
Bio Cuisine zeigt: Gemeinschaftsverpflegung kann Bio
Ob Kita, Altersheim oder sozialer Betrieb: Wo täglich viele Menschen essen, hat die Wahl der Lebensmittel eine grosse Wirkung. Ein hoher Bio-Anteil zeigt, dass nachhaltige Verpflegung auch in der Gemeinschaft funktioniert.
Und vielleicht ist genau das die schönste Seite von Bio Cuisine: Nicht nur einzelne Gäste profitieren davon. Jeden Tag entscheiden sich viele Menschen selbstverständlich für Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft.
Du möchtest selbst entdecken, wo Bio auf den Teller kommt?
Dein Weg zur Bio Zertifizierung
Du möchtest in deinem Restaurant mehr Bio anbieten? Dann musst du nicht gleich mit 3 Sternen starten. Bio Cuisine gibt es in drei Stufen – je höher der Anteil an Bio- und Knospe-Produkten, desto mehr Sterne erhält dein Betrieb.
Für die Zertifizierung wird unter anderem geprüft, welche Lebensmittel eingekauft und verarbeitet werden. Die Kontrolle erfolgt jährlich durch eine von Bio Suisse anerkannte Zertifizierungsstelle.
Der Einstieg ist also Schritt für Schritt möglich: Schon mit einem Stern kannst du dein Engagement für mehr Bio sichtbar machen. Und vielleicht werden daraus mit der Zeit zwei oder sogar drei Sterne.
FAQ zu Bio Cuisine
10.9.2026



