Nachhaltig geniessen
Schweizer Superfoods: Diese regionalen Lebensmittel haben es in sich
Chia-Samen aus Südamerika, Goji-Beeren aus China oder Açai aus Brasilien: Viele Lebensmittel, die als «Superfoods» bekannt geworden sind, legen eine weite Reise zurück, bevor sie bei uns im Müesli oder Smoothie landen. Dabei gibt es auch in der Schweiz Lebensmittel, die mit ihrer Nährstoffvielfalt und ihrem Geschmack überzeugen. Von Beeren über Nüsse und Samen bis zu Hülsenfrüchten: Entdecke regionale Alternativen und erfahre, wie du sie in deiner Küche verwenden kannst.

Was bedeutet eigentlich «Superfood»?
«Superfood» ist kein geschützter Begriff. Gemeint sind meist Lebensmittel, die besonders reich an bestimmten Nährstoffen oder wertvollen Pflanzenstoffen sind. Dazu gehören beispielsweise Beeren, Nüsse, Samen oder Hülsenfrüchte.
Das Spannende: Du musst dafür nicht unbedingt zu exotischen Produkten greifen. Auch hierzulande wachsen Lebensmittel, die sich vielseitig in eine ausgewogene Ernährung integrieren lassen.
Und regional einzukaufen hat gleich mehrere Vorteile: Du weisst, wo dein Essen herkommt, und entdeckst saisonale Produkte direkt von Schweizer Bio-Höfen.
1. Leinsamen statt Chia-Samen
Chia-Samen sind aus Müesli, Porridge und Smoothies kaum mehr wegzudenken. Eine regionale Alternative sind Leinsamen.
Sie lassen sich ähnlich verwenden: im Müesli, über den Salat gestreut, im Brot oder gemahlen in einem Smoothie. Dabei sind Leinsamen eine unkomplizierte Zutat, die sich gut in den Alltag integrieren lässt.
So schmecken sie: leicht nussig und besonders fein, wenn sie frisch geschrotet werden.
2. Baumnüsse: Schweizer Kraftpakete
Baumnüsse wachsen in vielen Regionen der Schweiz und sind längst mehr als nur eine Zutat für Weihnachtsgebäck.
Ob im Müesli, über einem Salat, im selbst gebackenen Brot oder einfach als Snack: Schweizer Baumnüsse bringen einen kräftigen, nussigen Geschmack auf den Teller.
Besonders praktisch: Sie lassen sich gut lagern und stehen deshalb auch ausserhalb der Erntesaison zur Verfügung. Im Kühlschrank halten sie am besten und sind griffbereit für ins Müesli.
3. Beeren: klein, aromatisch und vielseitig
Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren gehören zu den bekanntesten Schweizer Beeren. Daneben gibt es aber auch weniger bekannte Sorten zu entdecken.
Aronia, Sanddorn und Goji werden beispielsweise ebenfalls in der Schweiz angebaut. Wie vielfältig Schweizer Bio-Beeren sein können, zeigt der Beitrag über den Betrieb Räss Wildbeeren, Die Superfood-Brüder: Schweizer Bio-Beeren aus dem Zürcher Weinland. Dort wachsen neben klassischen Beeren auch besondere Kulturen wie Aronia, Sanddorn, Goji und Felsenbirnen.
Bei Schweizer Beeren lohnt sich ausserdem der Blick auf die Saison. Frische Früchte und Beeren schmecken dann besonders gut, wenn sie gerade auf den Feldern und Sträuchern reif werden.
Tipp: Nutze den Saisonkalender für Schweizer Früchte und Beeren, um herauszufinden, was gerade Saison hat.
4. Hagebutten: mehr als nur Wildhecken
Hagebutten kennt man vor allem als leuchtend rote Früchte an Wildrosen. In der Küche können sie aber einiges mehr.
Aus ihnen lassen sich beispielsweise Konfitüre, Mus oder Tee herstellen. Ihr charakteristisch säuerlicher Geschmack passt besonders gut zu süssen Zubereitungen.
Wer gerne regionale Wildfrüchte entdeckt, findet damit eine spannende Ergänzung zu den bekannten Beeren.
Die essbaren Hagebutten der Hundsrose (Rosa canina) sind eine der beliebtesten Wildfrüchte in Früchtetees, als Konfitüre oder Mus. Hagebutten sind nicht nur schmackhaft, sondern auch echte Vitamin Bomben, die uns mit viel Vitamin C und Spurenelementen versorgen.
Die Hagebutten der Apfelrose (Rosa villosa) ist sehr gross, scharlachrot, kugelig und hat nach Harz duftende Stieldrüsen. Wegen der grossen Scheinfrüchte wurde diese Wildrose schon früh in Gärten, speziell in Bauerngärten kultiviert. Die Hagebutten sind essbar und ihr hoher Vitamin C Gehalt wird noch heute sehr geschätzt.
Die Kratzrose hat nicht so viele Stacheln wie der Name vermuten lässt. Die Hagebutte ist leuchtend rot, kugelig und süss. Die Rose wächst eher buschig und ist ein Hummelmagnet.
5. Hülsenfrüchte: regionale Eiweissquelle
Superfood muss nicht immer eine Beere sein. Auch Hülsenfrüchte gehören zu den vielseitigen Lebensmitteln, die hierzulande angebaut werden.
Linsen, Bohnen und Erbsen lassen sich in Suppen, Salaten, Eintöpfen oder als Beilage verwenden. Sie machen Gerichte sättigend und bringen gleichzeitig Abwechslung auf den Teller.
Echte Helden sind die Lupinen - sie haben unter den Hülsenfrüchten den höchsten Proteingehalt. Und Lupinen sind sogar eine Alternative für Kaffeegeniesser.
Gerade wenn du häufiger vegetarisch kochst, lohnt es sich, Schweizer Hülsenfrüchte auszuprobieren.
6. Hanfsamen: klein, nussig und vielseitig
Auch Hanf gehört zu den Kulturen, die in der Schweiz angebaut werden. Die Samen kannst du beispielsweise über Müesli und Salate streuen oder für Pesto und andere Aufstriche verwenden.
Ihr nussiger Geschmack passt besonders gut zu herzhaften Gerichten.
Exotisch ist nicht automatisch besser
Goji, Chia und Açai haben den Begriff «Superfood» bekannt gemacht. Doch für eine abwechslungsreiche Ernährung musst du nicht auf möglichst exotische Zutaten setzen.
Schweizer Lebensmittel bieten viele Möglichkeiten, saisonal und abwechslungsreich zu essen. Und wer direkt bei einem Bio-Hof einkauft, kann gleichzeitig regionale Produzent:innen unterstützen.
Auf Biomondo findest du Lebensmittel direkt von Schweizer Bio-Höfen – von frischem Obst und Gemüse bis zu verarbeiteten Produkten.
Entdecke regionale Bio-Produkte auf Biomondo.
Schweizer Superfoods auf einen Blick
| Lebensmittel | Verwendung |
| Leinsamen | Müesli, Brot, Smoothies |
| Baumnüsse | Snack, Müesli, Salate, Backen |
| Beeren | Müesli, Desserts, Konfitüre |
| Aronia | Saft, Konfitüre, Desserts |
| Sanddorn | Saft, Sirup, Konfitüre |
| Hagebutten | Tee, Mus, Konfitüre |
| Hülsenfrüchte | Suppen, Salate, Eintöpfe |
| Hanfsamen | Müesli, Salate, Pesto |
Regional statt exotisch
25.10.2026



